Berliner Typen in Typografie: Bodoni Italic (Nr. 1)

Rund 140 Einzelschriften hat der italienische Schriftschneider Giambattista Bodoni zwischen 1766 und 1813 geschaffen. Als herzoglicher Drucker in Parma standen ihm alle Möglichkeiten offen, um ungestört zu tüfteln und sein Werk bis ins Unendliche zu verfeinern. Was heute als Bondoni gilt, ist so etwas wie ein Querschnitt aus dem reichen Füllhorn des Italieners. Der Kontrast zwischen Grund- und Haarstrichen, eine besonderes Merkmal dieser klassizistischen Antiqua Bodoni, macht sie in der Handhabung aber auch schwierig. Das gibt nicht selten Anlass zum Streit zwischen traditioneller und moderner Auffassung von Typographie.

Für typeofberlin erwies sich die Bodoni als überraschender Reichtum und für spannungsvolle Schnittmengen geradezu prädestiniert. Vielleicht ist deshalb bis heute ungeklärt, was dieser Typ eigentlich ist. Cool und unnahbar? Oder vielmehr die Freundlichkeit in Person? Vermutlich eine Sache der Perspektive. Fest steht: die Stadt ist seine Bühne.

Perfekte Inszenierung! Typisch Berlin?

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Mit Charme und Charisma

Der Neuberliner redet gern, am liebsten über sich und seine Projekte. Unter vielen Menschen blüht er so richtig auf. Welch ein Genuss, wenn sein Gegenüber an seinen Lippen klebt und schweigt. Dann läuft er auf Hochform auf und steigert sein Redetempo noch einmal beträchtlich. 

Angeblich fühlen sich Zugezogene nach etwa sechs Monaten bereits als Berliner. Das bringt den echten Urberliner natürlich auf die Palme und hat leider des öfteren seinen guten Ruf beschädigt. Alteingesessene würden lieber zurück als nach vorn blicken und dem Gestern nachtrauern … bei Licht besehen geht es vielmehr um das Bewahren des besonderen Berliner Lebensgefühls. Denn das Nichtperfekte hat diese Metropole so begehrt und so anziehend gemacht …