Berliner Typen in Typografie: Avant Garde

Den Titel schwierig zu sein, trägt die Avant Garde von Herb Lubalin nicht umsonst. Ursprünglich hat er nur die Großbuchstaben für das Logo des gleichnamigen Lifestylemagazins entworfen. Nachdem die Marke stand, wurde an der Schrift gearbeitet. Deren Einsatz im Magazin war aber ausschließlich für die Headlines bestimmt. Für Mengentexte sollte der Font niemals verwendet werden. Trotzdem ist die Avant Garde – quer durch alle Anwendungen – eine sehr beliebte Schrift geworden.

Bei typeofberlin hat uns zunächst einmal die Kraft der geometrischen Kreise dieser konstruierten Groteskschrift interessiert. Entstanden ist ein Typ, der trotz klarer Formensprache alles andere als griffig und durchschaubar zu sein scheint. Ziemlich eigenwilliger Stil. Provokant, ein bisschen frech. Humor, den keiner sonst versteht! 

Schön unverschämt! Typisch Berlin?

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Was heißt hier unverschämt?

Unverschämt zu sein ist keine schlechte Eigenschaft. In manchen Situationen kann es sogar sehr angemessen sein, sich unverschämt zu verhalten, etwa um eine Situation zu entkrampfen. Wer seine Zuhörer begeistern will, der kann durch eine unverschämte Bemerkung das Eis brechen. Denn ein unverschämtes Auftreten ist nicht gleichzusetzen mit unhöflich oder unfreundlich sein. Manchmal spricht man auch davon, jemand habe unverschämtes Glück. Auch das ist nicht negativ gemeint, sondern eher als anerkennend zu verstehen. Anders verhält es sich mit dem Gipfel der Unverschämtheit oder Unverfrorenheit. Hier legt jemand ein ungebührliches, respektloses, anmaßendes Verhalten an den Tag. Das kann man dem Berliner nun wirklich nicht nachsagen …

Eine Lanze für die Berliner Busfahrer

Jeder, der schon länger in Berlin lebt, hat mindestens eine Geschichte über die Berliner Busfahrer auf Lager. Die gelten nicht nur als sehr selbstbewusst und ein bisschen kauzig, sondern können überaus charmant sein. Dass Berliner Busfahrer nicht den Mund gefallen sind und gerne ihre Späße auf Kosten der anderen machen, gehört in Berlin ganz einfach dazu. Denn der Alltag auf Berlins Straßen ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Touristen und Ortsfremdem, die nicht die richtigen Fragen stellen, sind eine beliebte Zielscheibe der Berliner Busfahrer und müssen einiges an Spott aushalten können. Andererseits gibt es unzählige Situationen, in denen sich die großen Lenker als besonders freundlich, umsichtlich und liebenswürdig erweisen. 

Gesichter, die besonders sind

Das junge Berliner Label typeofberlin entwickelt Berliner Typen aus Schrift. Grundlage eines Typen sind Buchstaben, Satzzeichen und Sonderzeichen. Sie entstammen jeweils einem Font. Das Typische von Berlin und seiner Bewohner aus einer anderen Perspektive zeigen, ist das Anliegen der Kommunikationsdesigner, die das Label gegründet haben.